Mahngebühr wie hoch

Wie hoch sollte die Mahngebühr sein?

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Nein, von Mahngebühren kann man nicht reich werden. Aber trotzdem stehen dir Mahngebühren zu, wenn ein Kunde in Zahlungsverzug geraten ist. Und auch, wenn dir die Mahngebühren beim Einfordern einer vierstelligen Rechnungssumme nur das Abendessen in einer Burgerbude finanziert: Für den Aufwand und die Auslagen, die das Mahnen dir beschert hat, hast du schlicht und einfach eine Mahngebühr als Entschädigung verdient. Es gibt also keinen Grund, auf Mahngebühren zu verzichten.
Im Gegenteil: Sie haben möglicherweise sogar eine erzieherische Wirkung auf deinen Kunden und verdeutlichen, dass du mit deiner Geduld beim Warten auf dein Geld wirklich Grenzen kennst.

Um deine Mahnungen schnell und komfortabel erstellen zu können, bieten wir dir eine kostenlose Mahnung Vorlage an. Zudem kannst du unseren ebenso kostenfreien Verzugszinsrechner nutzen.

 

Wie hoch dürfen Mahngebühren sein?

Die einzigen beiden Regeln, die dir beim Festlegen einer Mahngebühr als Orientierung dienen:

  1. Mahngebühren müssen angemessen sein.
  2. Sie müssen sich nachvollziehbar mit deinem tatsächlichen Aufwand begründen lassen. Ansonsten kannst du einigermaßen frei wählen, wie hoch deine Mahngebühren sind.

Mahngebühr wie hoch

Die Mahngebühren zu bestimmen fällt oft schwer. Was ist zu viel und was zu wenig?

Viele Unternehmer wählen pro Mahnstufe eine Mahngebühr von 2,50 Euro. Damit sollen Auslagen wie Porto, Papier und Umschlag sowie dein Zeitaufwand abgedeckt werden. Falls du dich für ein dreistufiges Mahnverfahren entscheidest, könnte die Mahngebühr für die erste Mahnung 2,50 Euro betragen, für die zweite Mahnung 5,00 Euro und für die dritte Mahnung 7,50 Euro. Aber das sind über den Daumen angepeilte Vorschläge. Wenn du deine Mahnungen per Einschreiben versendest, sind deine Auslagen entsprechend höher – das kann deine Mahngebühr selbstverständlich auch abbilden.

 

Nicht verwechseln: Mahngebühren sind keine Verzugszinsen

Bei der Mahngebühr hast du innerhalb eines kleinen Spielraums relativ freie Hand, welche Höhe du wählst. (Natürlich kannst du nicht einfach 100,00 Euro statt 2,50 Euro wählen – das würde wohl kaum als angemessen gelten, und mit tatsächlichem Aufwand könntest du das auch nicht begründen.) Verzugszinsen dagegen werden nach einer genau festgelegten Formel berechnet, ganz ohne Spielraum.
Du darfst sowohl Mahngebühren als auch Verzugszinsen in deiner Mahnung auf die ursprüngliche Rechnungssumme aufschlagen. Das gilt sowohl beim zivilrechtlichen Mahnen als auch beim Weg über das gerichtliche Mahnverfahren, bei dem du die geforderte Summe dem Amtsgericht mitteilst – bestehend aus Rechnungssumme, Verzugszinsen (Hierfür empfehlen wir dir unseren kostenlosen Verzugszinsrechner) und natürlich auch der Mahngebühr deiner Wahl.
 

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