Verzugszinsen berechnen

Wie berechne ich Verzugszinsen?

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Während du Mahngebühren auf deiner Mahnung in engen Grenzen selbst bestimmen darfst, ist die Höhe von Verzugszinsen ganz klar ohne Spielraum geregelt. Es ist ein bisschen tricky, diesen Posten auf Mahnungen korrekt zu berechnen, aber endlich zahlt es sich aus, Zinsrechnung in der Schule gelernt zu haben. Oder du benutzt stattdessen einfach unseren praktischen Verzugszinsrechner.

Auf mahnung-schreiben.de findest du übrigens eine Mahnung Vorlage, mit der du all deine Mahnungen mit nur wenigen Klicks online erstellen kannst

 

Wie werden Verzugszinsen berechnet?

Verzugszinsen richten sich nach dem Basiszinssatz, der in dem Zeitraum gilt, über den sich der Zahlungsverzug erstreckt. Weil der Basiszinssatz sich immer wieder ändert, könnte es bei einem sehr langen Zahlungsverzug dazu kommen, dass du mit mehreren unterschiedlichen Basiszinssätzen rechnen musst.

Den jeweils aktuellen Basiszinssatz veröffentlicht die Deutsche Bundesbank. Du kannst ihn jederzeit online finden. Auch die vergangenen Basiszinssätze bleiben online abrufbar – was wichtig für dich sein könnte, wenn der Basiszinssatz sich in dem Zeitraum, der deine offene Rechnung betrifft, geändert haben sollte.

Verzugszinsen berechnen

Der Basiszinssatz ändert sich immer wieder. Es ist deshalb wichtig diesen regelmäßig zu überprüfen

Der Basiszinssatz im Mai 2017 beträgt -0,88%. Ein negativer Zinssatz? Bedeutet das absurderweise, dass ein säumiger Kunde Geld bekommt, statt Strafzinsen zu zahlen? Nein, zum Glück nicht. Denn zusätzlich zum Basiszinssatz errechnen sich Verzugszinsen auch nach einem (positiven!) Verzugszinssatz – der unterscheidet sich je nachdem, ob der säumige Kunde ein Unternehmen oder eine Privatperson ist. Bei Unternehmen ist die Höhe des Verzugszinssatzes 9%, bei Privatpersonen 5%.

Das bedeutet bei einem Basiszinssatz von -0,88%:

  • Auf die Mahnung an Unternehmen darfst du 8,12% Verzugszinsen aufschlagen (-0,88% + 9%)
  • Auf die Mahnung an Privatpersonen darfst du 4,12% Verzugszinsen aufschlagen (-0,88% + 5%)

 

Verzugszinsen taggenau berechnen

Jeden einzelnen Tag, an dem dein Geld nicht eintrifft, steigt die Summe, die dein Kunde dir schuldet. Die Höhe der Verzugszinsen, im Mai 2017 zum Beispiel 8,12% für Unternehmenskunden, hilft dir, die genaue Höhe der Verzugszinsen pro Tag zu berechnen.

Anleitung:

Als Dezimalzahl geschrieben sehen 8,12% so aus: 0,081.
Diese Zahl wird durch die Zahl der Kalendertage geteilt (365 in normalen Jahren, 366 in Schaltjahren). In einem Normaljahr ergibt das 0,00022 (gerundet).

Angenommen, es geht um eine offene Summe von 1.000 Euro.
Die Rechnung sieht dann wie folgt aus: 0,00022 x 1000 = 0,22

Jeden Tag fallen also Zinsen in Höhe von 0,22 Euro an.

Bei 365 Tagen ergäbe das eine Summe von 80,30 Euro, die nach einem Jahr auf die Rechnungssumme von 1.000 Euro aufgeschlagen wird.

 

Praktische Hilfe: Der Verzugszinsrechner

Keine Sorge: All das musst du nicht jedes mal, wenn du eine Mahnung schreibst durchrechnen. Wir bieten dir hierfür einen praktischen Verzugszinsrechner.
So bleibt für dich nur noch eines zu tun: Das Eingeben der benötigten Daten. Unser Rechner kalkuliert deine Verzugszinsen dann vollautomatisch für dich.

Bitte beachte: Der Basiszinssatz ändert sich immer wieder. Trotz sorgfältiger regelmäßiger Überprüfung können wir nicht garantieren, dass stets der aktuellste Basiszinssatz verwendet wird. Wir bitten dich deshalb darum, vor dem Nutzen unseres Verzugszinsrechners zu überprüfen ob der angegebene Basiszinssatz noch korrekt ist.

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