Wer darf eine Mahnung schreiben?

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Grundsätzlich gilt: Wer eine Rechnung schreiben darf, darf auch eine Mahnung schreiben, sobald der Rechnungsempfänger in Verzug gerät. Das heißt auch, dass auch Privatpersonen Mahnungen schreiben dürfen.

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Unternehmen dürfen Mahnungen schreiben

Nach der oben genannten Regel – wer Rechnungen schreibt, darf auch Mahnungen schreiben – ist es jedem Unternehmen erlaubt, erste, zweite und dritte Mahnungen oder eine freundlichere „Zahlungserinnerung“ zu schreiben. Mahnungen können immer dann geschrieben werden, wenn der Rechnungsempfänger in Zahlungsverzug gerät: entweder nach den gesetzlich vorgegebenen 30 Tagen oder nach einer individuell vereinbarten Zahlungsfrist, die vertraglich oder per AGB geregelt wurde.

Wer darf eine Mahnung schreiben?

Jeder darf eine Mahnung schreiben. Völlig egal ob Unternehmer oder Privatperson

 

Kleinunternehmer, Gewerbetreibender oder Freiberufler – gleiche Regeln für alle

Als Unternehmer gilt auch jeder Einzelunternehmer – ganz egal, ob es sich dabei um einen Kleinunternehmer, einen gewerbetreibenden Einzelkämpfer oder einen Freiberufler handelt. Wer mit einem anderen Unternehmen, einer Privatperson oder einer juristischen Person Geschäfte abwickelt, ist zum Schreiben von Rechnungen verpflichtet und damit zum Versenden einer Mahnung ermächtigt. Die Größe des Unternehmens oder seine Rechtsform spielt dabei keine Rolle.

 

Auch Privatpersonen dürfen Mahnungen schreiben

Da auch Privatpersonen Rechnungen schreiben dürfen, steht ihnen das Schreiben einer Mahnung genauso zur Verfügung wie einem Unternehmen. Bei privaten Verkäufen zum Beispiel oder bei einer Dienstleistung, die privat vereinbart wurde, kann bei ausbleibender Begleichung der Rechnung eine Mahnung die Folge sein. Bei Privatpersonen stellt sich aber immer schnell die Frage, ob sie wirklich privat Rechnungen bzw. Mahnungen schreiben: Sobald es sich nicht um einen Einzel- oder Ausnahmefall handelt, ist die „Privatperson“ möglicherweise bereits gewerblich und nicht mehr privat tätig! Wenn du als Privatperson also wiederholt einen Anlass hast, eine Mahnung zu schreiben, bist du in den Augen der Behörden wahrscheinlich keine Privatperson mehr: Dann musst du dich beim Finanzamt und möglicherweise beim Gewerbeamt melden, um Ärger zu vermeiden.

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Faustregel: Wer Rechnungen schreibt, darf Mahnungen schreiben

Jede unbezahlte Rechnung kann eine Mahnung zur Folge haben – wer die Rechnung geschrieben hat, ist dafür unerheblich. Das Recht zur Mahnung betrifft übrigens auch das gerichtliche Mahnverfahren (Siehe hierzu unseren Artikel “Wie leite ich ein gerichtliches Mahnverfahren ein?“): Anders als zivilrechtliche Mahnungen kann eine Mahnung über das Amtsgericht auch die Verjährung von Rechnungen aufhalten und steht Privatpersonen genauso zur Verfügung wie Unternehmen jeglicher Größe.