Unterschied Mahnung Zahlungserinnerung

Was ist der Unterschied zwischen Mahnung und Zahlungserinnerung?

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Wenn du den ersten Gedanken nennen solltest, der dir beim Wort “Mahnung” in den Kopf schießt, welcher wäre das? Das Bild einer schimpfenden Mutter, die ihr Kind zum Aufräumen in sein Zimmer schickt? Ein strenger Richter, der mit dem erhobenen Zeigefinger droht? Du wirst wahrscheinlich zustimmen: “Mahnung” weckt keine positiven Gedanken.
Und was denkst du beim Begriff “Erinnerung”? Vielleicht: “Ach, das ist aber nett, dass ich erinnert werde – sonst hätte ich das glatt vergessen”? Nicht ohne Grund schätzt man auch die Erinnerungsfunktion des heißgeliebten Smartphones.

Wozu dieses kleine Gedankenexperiment dient? Zu nichts anderem, als zu verdeutlichen, worin der Unterschied zwischen einer Mahnung und einer Zahlungserinnerung liegt: ausschließlich in der Wirkung auf die Gedanken, die beim Empfänger entstehen!

Völlig egal, wie du das Dokument nun nennst. Wir bieten dir eine kostenlose online Mahnung Vorlage, mit der du deine Mahnungen in nur wenigen Klicks erstellen kannst.

 

Mahnung und Zahlungserinnerung – zwei Worte für (fast) dieselbe Sache

Wenn du einen säumigen Schuldner aufforderst, deine Rechnung zu begleichen, ist die Wortwahl dafür deine Geschmackssache. Es hat sich eingebürgert, zunächst eine “Zahlungserinnerung” und erst danach eine “Mahnung” zu versenden – deshalb findest du bei uns auch eine Vorlage für eine “Zahlungserinnerung” und nicht für eine “1. Mahnung”.
Das löst man zweifellos oft auf diese Weise, weil “Erinnerung” viel freundlicher und geduldiger klingt als das Wort “Mahnung”. Genau genommen hat es aber überhaupt keine Auswirkung auf das weitere Mahnverfahren (Siehe hierzu unseren Artikel “Wie läuft ein gerichtliches Mahnverfahren ab?“), welchen Begriff man für die Zahlungsaufforderung verwendet.

Unterschied Mahnung Zahlungserinnerung

Der Ton macht die Musik! In den unterschiedlichen Namen für die Mahnung schwingen verschiedene Botschaften mit

 

Irrtümer über Mahnungen und Zahlungserinnerungen

Zwei Irrtümer zu diesem Thema halten sich hartnäckig, gehören aber ins Reich der Legenden:

  • Muss man vor der ersten Mahnung zunächst eine Zahlungerinnerung schicken?
    Nein, da beide Zahlungsaufforderungen im Prinzip dieselbe Art von Schreiben sind, ist das absolut kein vorgeschriebener Weg.
  • Müssen es immer drei Mahnungen sein, ehe man das Gericht einschalten kann?
    Auch das stimmt nicht. Der Schuldner ist im Verzug, sobald er die Zahlungsfrist überschritten hat – jede Mahnung statt eines Gangs zum Gericht ist ein Service von dir, aber keine Pflicht.

Kannst du also schon auf das erste Schreiben, das eine überfällige Zahlung anmahnt, das Wort “Mahnung” schreiben? Ja, selbstverständlich kannst du das tun!