Mahngebühr Umsatzsteuer

Ist die Mahngebühr umsatzsteuerpflichtig?

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Mahngebühren sind ein optionaler Posten, der bei einer Mahnung auf die ursprüngliche Rechungssumme aufgeschlagen werden kann. Sowohl als diejenige Person, die eine Mahnung schreiben muss, als auch als Empfänger einer Mahnung wird dich interessieren, wie es sich mit Mahngebühren und Umsatzsteuer verhält: Wenn du selbst Rechnungen mit Umsatzsteuer schreibst, schlägst du dann auch auf deine Mahngebühren Umsatzsteuer auf? Und falls du Mahngebühren zahlen musst, sind darin Umsatzsteuer enthalten, die du beim Vorsteuerabzug geltend machen kannst?

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Mahngebühren und Umsatzsteuer – gehört das zusammen?

Auf Mahngebühren wird keine Umsatzsteuer aufgeschlagen. Wenn du selbst eine Mahnung schreibst, mahnst du also die ursprüngliche Rechnungssumme an – wenn es sich um eine Rechnung handelt, in der Umsatzsteuer enthalten ist, besteht die Rechnungssumme aus dem Nettobetrag zuzüglich Umsatzsteuer. Die Mahngebühren, die zusätzlich auf deiner Mahnung erscheinen, bleiben von der Umsatzsteuer unberücksichtigt.
Wenn du selbst der Empfänger einer Mahnung bist und Mahngebühren zahlen musst, kannst du ebenfalls nur die Umsatzsteuer der ursprünglichen Rechnungssume in deiner Vorsteuererklärung geltend machen. Die Mahngebühren sind immer ein Nettoposten.

 

Mahngebühr Umsatzsteuer

Erhältst du eine Mahnung, bei der Umsatzsteuer auf die Mahngebühr geschlagen wurde, musst du den Umsatzsteuerbetrag nicht bezahlen.

 

Muss ich Umsatzsteuer auf Mahngebühren bezahlen?

Mal angenommen, du hast eine Mahnung erhalten, in der eine Mahngebühr erhoben wird – aber weil der Verfasser der Mahnung nicht wusste, dass Mahngebühren nicht umsatzsteuerpflichtig sind, ist Umsatzteuer auf die Mahngebühr aufgeschlagen worden: Dann musst du diesen Umsatzsteuerbetrag nicht bezahlen. Da die Umsatzsteuer auf die Mahngebühr nicht zulässig ist, wäre sie für dich auch gar nicht buchbar. Du darfst sie getrost vom Gesamtbetrag – angemahnte Rechnungssumme zzgl. Mehrwertsteuer, Verzugszinsen, Mahngebühr – abziehen.

Es wäre natürlich ein sehr freundlicher Zug von dir, wenn du dem Sender der Mahnung höflich mitteilst, dass er einem Irrtum aufgelegen war. Das hilft ihm nicht nur, Mahnungen in der Zukunft korrekt zu schreiben, sondern verhindert auch Irritation auf seiner Seite, weil du nicht die erwartete Gesamtsumme zahlst. Außerdem hat er ja sowieso etwas bei dir gut, weil er schließlich lange auf die Begleichung seiner Rechnung warten musste.
 

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