Mahnung weitere Schritte

Kunde zahlt auch nach der Mahnung nicht – Was tun?

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Am besten ist es, wenn Kunden einfach ihre Rechnung bezahlen. Wenn nicht, muss eben eine Mahnung geschrieben werden – spätestens jetzt sollte sich der Kunde erinnern, dass er seine Schuldigkeit vergessen hatte. Aber was, wenn die Zahlung auch nach einer Mahnung ausbleibt? Was kannst du jetzt tun?

Wir bieten dir auf mahnung-schreiben.de eine kostenlose Mahnungsvorlage, die du zum Erstellen deiner Mahnungen nutzen kannst.

 

Die geduldige Variante: mehrere Mahnstufen

Du hast es selbst in der Hand, wie häufig du deinen Kunden anmahnen möchtest. Wenn der Kunde erst einmal in Zahlungsverzug geraten ist, musst du sowieso nicht unbedingt mahnen, sondern könntest gleich gerichtliche Schritte einleiten.
Aber wenn du an die grundsätzliche Zahlungswilligkeit deines Schuldners glaubst, ist die Mahnung als Erinnerung ein Weg, den du nehmen könntest. Falls er auf die erste Mahnung nicht reagiert, reagiert er vielleicht auf eine zweite Mahnung. Oder auf eine dritte Mahnung? Bei manchen Kunden wirkt das. Leider nicht bei allen.

 

Die outgesourcte Variante: das Inkassobüro

Du kannst die Sorge um Außenstände an ein externes Unternehmen abgeben, das sich an deiner Stelle um den Mahnprozess kümmern kann. Das kann den großen Vorteil bringen, dass du keine eigenen Ressourcen einsetzen musst, um deinem Geld nachzujagen. Allerdings musst du wissen, dass ein Inkassodienstleister keine größere “Macht” hat, den Kunden zum Zahlen zu bewegen, als du selbst. Anstatt dass du selbst mahnende Briefe schreibst, wird der Dienstleister das für dich tun. Er hat aber weder mehr Rechte, noch hat er mehr Instrumente zur Hand als du. Der Weg über das Inkassobüro hat beispielsweise keine aufschiebende Wirkung auf die Verjährung von Rechnungen.

Mahnung weitere Schritte

Das Inkassobüro ist teuer und hat nicht mehr Möglichkeiten als du selbst. Effektiver ist beispielsweise das Einleiten eines gerichtlichen Mahnverfahrens

 

Die teure Variante: der Anwalt

Ähnlich wie die Beauftragung eines Inkassobüros hat auch der Weg zum Anwalt vor allem die Auswirkung, dass du dich nicht länger selbst um die Eintreibung deines Geldes kümmern musst. Der Anwalt kann in seinem Schreiben an den säumigen Kunden ganz professionell und deutlich klarmachen, welche rechtlichen Auswirkungen weiteres Nicht-Zahlen haben kann. Das macht auf die allermeisten Menschen viel Eindruck – der Weg zum Anwalt wirkt deshalb oft. Anwaltshonorare sind allerdings nicht billig – er wird seinen Aufwand zwar dem Schuldner in Rechnung stellen, aber bis dieser endlich zahlt, musst du das Anwaltshonorar ggf. auslegen.

 

Die offizielle Variante: das gerichtliche Mahnverfahren

Du kannst über das Amtsgericht, das für dich zuständig ist, ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Dafür kannst du online einen Antrag ausfüllen, in dem du deine Rechnungssumme, Mahngebühren und Verzugszinsen einträgst. Das Amtsgericht wird dann, versehen mit einem Aktenzeichen, den Schuldner für dich zur Zahlung auffordern. Dafür oder um Widerspruch einzulegen, hat er 14 Tage Zeit. Wenn er zahlt, ist alles bestens. Wenn er Widerspruch einlegt, musst du überlegen, ob du den letzten Schritt gehen willst und Klage einreichst. Wenn er gar nicht auf die gerichtliche Zahlungsaufforderung eingeht, schickt das Amtsgericht ihm früher oder später einen Gerichtsvollzieher.

 

Der letzte Schritt: die Klage

Falls dein Kunde gegen die gerichtliche Zahlungsaufforderung Widerspruch eingelegt hat, bleibt dir nur noch der Weg, deinen Anspruch vor Gericht zu beweisen. Wenn du mit deiner Klage Erfolg hast, wird dein Kunde alle Gerichts- und ggf. auch deine Anwaltskosten übernehmen müssen.

Übrigens ist der Weg über das Amtsgericht (Klage oder Mahnverfahren) die einzige Möglichkeit, das Verjähren einer Rechnung aufzuhalten.

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