Mahnung Fehler

Die häufigsten Fehler bei Mahnungen

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Es gibt eine gute Nachricht, wenn es um Fehlerquellen bei Mahnungen geht: Formale Fehler kann man kaum machen, weil es im Prinzip keine gesetzlichen Vorgaben und Pflichtangaben auf Mahnungen gibt. Trotzdem gibt es Fehler, die immer wieder beim Mahnen vorkommen – und die du vermeiden kannst.

Mit unserer kostenlosen Mahnung Vorlage umschiffst du garantiert jeden Fehler und erstellst mustergültige Mahnungen.

 

Fehler 1: Zu spät mahnen

Das Sprichwort „Der billigste Kredit ist der Dienstleisterkredit“ warnt vor diesem häufigen Fehler: Wer zu spät mahnt, verschenkt Geld! Viele Einzelkämpfer, Händler, kleinere Unternehmen und Existenzgründer zögern, bevor sie eine Mahnung versenden. Dabei ist eine Zahlungsaufforderung eine übliche und auch notwendige Form der Geschäftskorrespondenz – schließlich darfst du deine eigene Liquidität nicht gefährden.

Mal angenommen, dein Schuldner ist nach den gesetzlichen 30 Tagen Zahlungsziel in Verzug geraten und du wartest weitere 2 bis 3 Wochen, ehe du mahnst, schickst eine zweite Mahnung wieder erst nach 4 Wochen usw. – dann verzögerst du Geldeingänge unnötig.
Denk daran, dass es dein Geld ist, das du unfreiwillig als Kredit hergibst. Und du hast selbst Verbindlichkeiten, die du erfüllen musst. Deine eigenen Zulieferer und Dienstleister sind womöglich nicht so zögerlich, wenn du sie nicht bezahlen kannst! Besser ist, du mahnst wenige Tage, nachdem ein Kunde in Verzug geraten ist, oder direkt am Folgetag.

Mahnung Fehler

Weil es keine tiefergehenden gesetzlichen Vorschriften für das Aussehen von Mahnungen gibt, gibt es auch nur wenige Fehler, die passieren können

 

Fehler 2: Zu oft mahnen

Es ist deine individuelle geschäftliche Entscheidung, wie viele Mahnungen du zu senden bereit bist, ehe du gerichtliche Schritte gegen Schuldner einleitest. Wenn du 3 Mahnungen versenden willst, ist das dein gutes Recht – aber, und das ist wichtig, es ist eben nicht deine Pflicht! Mit jeder Mahnung gewährst du dem Schuldner einen neuen Aufschub, ehe du drastischere Schritte gehst, die dir dein Geld womöglich eher einbringen werden. Ein weit verbreiteter Irrtum sagt, man müsse 3 Mahnungen versenden. Das stimmt aber nicht! Du könntest dich, wenn du das für richtig hältst, sogar direkt nach Ablauf der ursprünglichen Zahlungsfrist an ein Gericht wenden und ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten (Siehe hierzu unseren Artikel “Wie leite ich ein gerichtliches Mahnverfahren ein?“).

 

Fehler 3: Die Verjährung einer Rechnung nicht aufhalten

Ja, es ist schrecklich, aber wahr: Rechnungen können verjähren und notorische Nichtzahler sich nach der Verjährungsfrist hämisch grinsend zurücklehnen. Die Verjährungsfrist beginnt am 31.12. des Kalenderjahres, in dem eine Forderung entstanden ist, und beträgt von da an gezählt 3 Jahre. Um eine Verjährung aufzuhalten, muss ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet werden! Das „normale“, also das zivilrechtliche, Mahnverfahren kann die Verjährung nicht aufhalten. Der Vorgang braucht ein Aktenzeichen bei einem Amtsgericht – nur so wird das hämische Grinsen des Nichtzahlers verhindert!
 
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